Wie du dein Fahhrrad winterfest machst

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Viele Menschen sind Tag für Tag mit ihrem Fahrrad unterwegs. Doch wenn der Winter einbricht, fühlen sich einige davon unsicher. Zu Recht, denn das Unfallrisiko ist im Winter deutlich höher – sei es, weil das Fahrrad nicht voll funktionstüchtig ist oder auch weil man durch fehlende Beleuchtung in der Dunkelheit schnell von Autofahrern übersehen wird.

Um sicher durch den Winter zu kommen, ist es deshalb wichtig, sein Rad winterfest zu machen. Alle wichtigen Informationen verrät der nachfolgende Artikel.

Das Fahrrad winterfest machen – Reifen, Bremsen und Beleuchtung prüfen ist ein Muss

Zunächst sollte man das Fahrrad kopfüber auf den Sattel und den Lenker stellen oder es auch an einem Montageständer fixieren. So lassen sich alle Bestandteile optimal durchchecken.Als Erstes muss eine Prüfung der Reifen erfolgen. Sind die Schutzbleche in Ordnung, ist kein Austausch notwendig. Als Nächstes sind die Reifen an der Reihe, bei denen besonders eine ausgeprägte Profilierung wichtig ist. Nur so hat man als Radfahrer genügend Halt auf dem im Winter häufig rutschigen und nassen Asphalt. Abgefahrene Reifen, deren Profil nicht mehr gleichmässig verläuft oder die sogar schon porös sind, sollten unbedingt ausgetauscht werden. Wenn der Reifen platt ist, ist es manchmal nicht einmal rentabel, den Schlauch noch zu reparieren – dies sollte man nur dann vornehmen, wenn das Profil und das Material an sich ansonsten absolut in Ordnung sind. Ansonsten ist ein Austausch meist die günstigere und einfachere Lösung. Achten Sie dabei in jedem Fall auf die richtige Reifengrösse und den erforderlichen Durchmesser für Ihr Fahrrad.Sind die Reifen gecheckt, geht es mit den Bremsen weiter. Auch hier ist es allein schon der eigenen Sicherheit zuliebe sehr wichtig, diese vor dem Winter erneut auf ihre Funktionalität zu prüfen. Meist erkennt man dank Markierungen an den Bremsbelägen direkt, ob die Bremsen schon stark verschlissen sind. Dann sollte man sich für einen Austausch entscheiden. Neue Bremsbeläge sind günstig und lassen sich auch selbst auswechseln.

Der dritte Punkt, der nicht missachtet werden darf, wenn man sein Fahrrad winterfest machen möchte, ist die Beleuchtung. Sie ist gerade an dunklen und häufig nebligen Wintertagen sehr wichtig, da Autofahrer Radler ohne Beleuchtung meist zu spät erkennen – das steigert das Unfallrisiko enorm. Sollte die Beleuchtung nicht mehr einwandfrei funktionieren, müssen die Birnen ausgetauscht werden. Auch wenn Kabelleitungen porös geworden sind, wird ein Auswechseln notwendig. Werfen Sie ausserdem einen Blick auf die Steckverbindungen – sind diese noch fixiert und auch nicht locker? Dann ist alles in Ordnung.

Schaltung, Sattel, Lenkrad und Fahrradkette winterfest machen – darauf muss geachtet werden

 

Zu einem Winter-Check des eigenen Fahrrads gehört auch, die Schaltung zu überprüfen. Oft müssen die Gänge neu justiert oder auch die Kette gereinigt werden.
Als besonders pflegeleicht gilt grundsätzlich die Nabenschaltung, da mit Hilfe einer kleinen Einstellschraube schnell die Gänge neu eingestellt werden können, falls etwas nicht stimmt. Kettenschaltung sind dagegen schon etwas pflegeintensiver und benötigen hin und wieder zudem eine Reinigung – denn nur dann kann sie ihre volle Funktionalität erfüllen. Vor dem Winter empfiehlt es sich, eine umfassende Kettenreinigung durchzuführen. Hierfür verwenden Sie am besten einen speziellen Kettenreiniger, der im Fahrradfachhandel erhältlich ist. Er wird auf einen alten Lappen oder eine Bürste aufgetragen, um damit die Kette abzuwischen.
Für zusätzlichen Schutz der Schaltung und der Kette ist es zudem lohnenswert, wenn beide mit möglichst flüssigem Öl neu geschmiert werden. Vor allem im Winter sorgt die Kälte schnell dafür, dass die Schaltung schwergängiger ist. Das Öl beugt neuem Verschleiss vor und „versiegelt“ die Oberfläche für eine gewisse Zeit. Nach einiger Zeit und häufiger Nutzung kann auch noch einmal eine Nachfettung erfolgen, falls nötig.Die letzten beiden wichtigen Bestandteile des Fahrrads sind der Sattel und der Lenker. Auch diese müssen noch einmal genau untersucht werden, bevor man mit dem Fahrrad im Winter unterwegs ist. Stellen Sie sich direkt vor Ihr Fahrrad und prüfen Sie somit die Ausrichtung des Lenkers. Ist das Verhältnis zum Vorderrad korrekt? Um den Lecker neu einzustellen, benötigen Sie einen Schraubenzieher, um damit die Schrauben am Lenkerrohr zu lösen. Nun kann das Lenkrad gedreht und in seiner Höhe reguliert werden.
Wichtig: Der Lenker darf während der Fahrt nicht wackeln, da dies ansonsten die Fahrsicherheit massiv beeinträchtigen kann. Ziehen Sie nach der Justierung also unbedingt wieder alle Schrauben fest an – auch diese, die Sie nicht bewegt haben.Beim Sattel des Fahrrads ist es wichtig, dass die Höhe und die Neigung individuell auf den Fahrer ausgerichtet sind. Bringen Sie Ihn in eine waagerechte Stellung, falls er sich nach häufigem Fahren in eine Richtung geneigt hat.
Dies sichert nicht nur die Stabilität während des Fahrens mit dem Rad, auch der Rücken wird es einem danken – denn eine falsche Haltung auf dem Fahrrad kann langfristig schmerzhafte Verspannungen und andere gesundheitliche Probleme fördern. Am besten setzen Sie sich auf das Rad, um das Verhältnis zwischen Lenkrad- und Sattelhöhe zu prüfen.

Das waren unsere Tips für ein winterfestes Rad. Wer dieses in den kalten Monaten  vermisst, kann gerne auf Alternativen zurückgreifen um sich fitt zu halten.
Bildquelle: „Winterfest ist besser“ – bigstock ID 97646354 by shtonado

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