Mit dem Fahrrad nach Istanbul

The Blue Mosque, (Sultanahmet Camii), Istanbul, Turkey.

Mit dem Fahrrad nach Istanbul, das klingt nach einem wahren Abenteuer. Mittlerweile gibt es schon unzählige Deutsche, die den Weg von Deutschland in die Türkei mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Diese Art des Reisens ist eher ungewöhnlich, bietet aber für den Reisenden ein einmaliges Erlebnis, das man sicher nicht so schnell vergisst. Anders als mit dem Auto ist das Reisen mit dem Fahrrad nicht nur gesund, sondern auch entschleunigend. Man ist näher dran an Land und Leuten und hat die Möglichkeit, seine eigenen Grenzen auszuloten.

Über 2400 km geht es durch fünf verschiedene Länder, je nach Route können noch ein oder zwei dazu kommen. Viel Gepäck sollte man aber nicht dabei haben, schließlich macht sich das auf dem Fahrrad bemerkbar. Und trotzdem sollte man sich auf wechselnde Wetterverhältnisse einstellen und nicht zimperlich sein, wenn es denn aus Eimern schüttet.

Wer seine Reise in Deutschland startet, wird seine erste Hürde bei der Überquerung der Alpen nehmen müssen. Hier trennt sich schon die Spreu vom Weizen, nicht jeder schafft das. Die Route über die Tschechische Republik bietet die Möglichkeit, in Prag einen Stop einzulegen und über die Karlsbrücke, die älteste Steinbrücke Europas, mit dem Fahrrad zu fahren. Die Prager Burg auf dem Berg Hradschin mit dem St. Veits Dom und dem goldenen Gässchen gilt als das größte geschlossene Burgareal in ganz Europa, und ist allemal ein Besuch wert.

Weiter geht es Richtung Slowenien, bzw. Österreich, dicht an der Grenze dieser beiden Länder lohnt es sich, in Wien in einen der vielen Cafés einzukehren, um sich selbst und dem Fahrrad eine Pause zu gönnen. Nach einem Stück Sachertorte kann die Reise mit dem Fahrrad nach Istanbul weitergehen.

Als nächste Hürde steht die Durchquerung von Ungarn an. Wer hier Kultur sucht, der sollte über Budapest, Miskolc oder Debrecen reisen. Das ungarische Nationalmuseum in Budapest lässt keine Fragen mehr offen. Wer sich lieber erholen möchte, kann dies in einem der zahlreichen Heilbäder oder Thermalwasserquellen tun. Diese Bäder sind teilweise schon im 16. Jahrhundert erbaut worden und haben nichts von ihrem Glanz verloren. Die größte reformierte Kirche mit über 3000 Sitzplätzen findet man in Debrecen, das ist mit dem Fahrrad nur einen Katzensprung von Budapest entfernt, genauer gesagt sind es 230 Kilometer.

Die nächste Etappe geht über Serbien, dieses Land lockt mit unzähligen Attraktionen. Besonders lohnenswert, gerade wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist der Djerdap Nationalpark. Wer sich für Museen erwärmen kann, sollte das Lepenski Vir nicht verpassen. Beide liegen in Zentralserbien und sollten auf der Route mit dem Fahrrad nach Istanbul eigentlich leicht zu erreichen sein.

Der letzte Stopp ist in Bulgarien und auch hier gibt es einiges zu sehen, vor allem wer die Natur liebt, kommt hier auf seine Kosten. Der Steinwald „Taukliman Serbarna“ sollte in jedem Reiseprogramm stehen. Auch eine kurze Auszeit am bulgarischen Meer sollte man unbedingt einplanen.

Über Einreisebestimmungen muss man sich als Deutscher keine Sorgen machen, da alles innerhalb Europas liegt, reicht ein gültiger Personalausweis. Endlich in Istanbul angekommen, sollt man sich unbedingt einen Tee in einem der zahlreichen Teehäuser gönnen.

Wer jetzt aus der Puste ist, kann sich auf den Rückflug von Istanbul freuen. Auch das Fahrrad kann problemlos mitgenommen werden, die Kosten für Germanwings Flüge mit Sperrgepäck liegen bei ca. 40 Euro zusätzlich zum jeweiligen Flugpreis. Das Fahrrad muss aber in einem Karton sicher verpackt und sollte bereits vorher bei der Airline mitgebucht worden sein.

Ein Kommentar

  1. Marcus sagt:

    Hallo, mich würde interessieren, ob diese Tour auf verkehrsarmen Wegen erfolgt, was ich unbedingt bevorzugen würde. viele Grüße Marcus

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