Kopenhagen – ein Paradies für Radler

Kopenhagen

Die dänische Hauptstadt gilt neben Amsterdam zurecht als fahrradfreundlichste Stadt der Welt. In der Tat ist Kopenhagen mit seiner weiten und ebenen Fläche ideal zum Radfahren. Eigene Radspuren, separat angelegte Radrouten und sogar Radschnellwege (dänisch: Cykelsuperstier) machen das Rad hier zum perfekten Transportmittel, das aus dem Stadtbild nicht wegzudenken ist.

Über 90 Prozent der Einwohner von Kopenhagen benutzen regelmäßig das Fahrrad und sogar über ein Drittel der Berufstätigen und Studenten machen sich mit dem Rad, als Transportmittel der Wahl, auf den täglichen Arbeitsweg. Das größte Hindernis ist dabei Regen. Das geschieht jedoch glücklicherweise in Kopenhagen nur eineinhalb Mal pro Monat – das sagt zumindest die Statistik.

Sichere Radstadt

Eigene Ampeln, die auf eine grüne Welle für Radler abgestimmt sind, privilegierte Abbiegespuren und sogar eigene Brücken machen Kopenhagen zu einer sicheren Radstadt. Praktisch jede Hauptstraße ist durch durch einen breiten Fahrradweg ergänzt und selbst an den meisten vielbefahrenen Durchgangsstraßen hat man eine Fahrspur für die Radler eingerichtet. Das mitunter dichte Gedränge auf den Radwegen, das manchmal fast anarchistische Formen annehmen kann, ist tatsächlich das größte Problem für Radfahrer.

Städtische Planung und Konzept

Die Stadt Kopenhagen baut schon seit Jahrzehnten konsequent die Infrastruktur ihres Radwegenetzes aus und lässt sich dieses Vorhaben mit zuletzt circa 10 Millionen Euro jährlich auch etwas kosten. 20 Angestellte arbeiten im „Cykelsekretariat“ der Stadt. Die weitere Verbesserung der Radwege ebenso wie zusätzliche Parkgelegenheiten für Räder zu schaffen sind die vorrangigsten Aufgaben der dort angestellten Mitarbeiter. Dadurch erhofft sich die Stadt Kopenhagen in Kooperation mit den umliegenden Gemeinden noch mehr Menschen zum Radfahren zu ermuntern.
Die verantwortliche Politiker rechnen dabei nicht allein mit einer Verbesserung des Verkehrsflusses und weniger Abgasen: Sie rechnen durchaus gesamtwirtschaftlich. So kalkulieren sie, nach der Fertigstellung des gesamten Schnellroutennetzes Kosten für das Gesundheitssystem in Höhe von circa 40 Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Grundlage dieser Hoffnung ist der positive Effekt des Radfahrens auf das Herz-Kreislauf-System, wodurch sich auf lange Frist kostenintensive Behandlungen vermeiden lassen.

Diese Bemühungen wurden mehrfach durch internationale Auszeichnungen honoriert. So wurde Kopenhagen u. a. 2007 einzigartig als „UCI Bike City“ des Internationalen Radsport-Verbands UCI ausgezeichnet.

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