Hightech auf zwei Rädern – das Rennrad

rennrad

Bei einem Rennrad handelt es sich um ein für Radrennen optimiertes Fahrrad. Zu den charakteristischen Eigenschaften bei einem Rennrad zählen beispielsweise eine besonders leichte Bauweise und das Fehlen von für Radrennen unnötigen Teilen, so zum Beispiel der Gepäckträger oder Lampen zur Beleuchtung.

Das erste frühe Rennrad wurde im Frankreich des 19. Jahrhunderts erfunden. 1867 fand das erste Radrennen überhaupt in Paris statt. Die Teilnehmer legten dabei etwa 23 Kilometer zurück und fuhren von den Champs Élysées bis zum berühmten Schloss von Versailles. Die damals benutzten Räder beinhalteten bereits viele moderne Bauteile wie Kugellager oder auch Gummireifen, die schon damals auf Metallfelgen montiert wurden. Typischerweise waren die Vorderräder während dieser Ära des Radrennsports jedoch noch um einiges größer als die Hinterräder.

Heutzutage wiegt ein Rennrad ca. zwischen sechs und neun Kilogramm (Das offizielle Reglement der UCI schreibt hier ein Mindestgewicht von 6,9 Kilogramm vor) und verfügt über extrem schmale Reifen und Felgen. Ebenso typisch ist der sogenannte Bügellenker. Dieser ermöglicht verschiedenste Griffpositionen für den Fahrer, beispielsweise das Auflegen des Unterarms aus aerodynamischen Gründen im Zeitfahren, und ist beim Rennrad ebenfalls schmaler gebaut als der Lenker bei herkömmlichen Straßenrädern. Als Bremsen werden aktuell hauptsächlich mechanische Felgenbremsen verwendet, da Hydraulik- oder Scheibenbremsen bei Radrennen auf der Straße wenig vorteilhaft sind. Ebenfalls typisch für das Rennrad ist die Kettenschaltung mit meist 2 x 11 Gängen. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist, dass der Sattel von der Position her höher liegt als der Lenker. Als Rahmen wird von der UCI außerdem der sogenannte Diamantrahmen vorgeschrieben, der diesen Namen aufgrund seiner diamantförmigen Gestaltung trägt.

Mittlerweile ist die Rennradszene in Deutschland so sehr gewachsen, dass einige Reiseveranstalter bereits eigene Urlaube rund um das Rennrad anbieten. Häufig angesteuerte Gebiete sind hier Südtirol, die Toskana, die kanarischen Inseln, Mallorca und generell Spanien.

Der Radrennsport hat außerdem einige berühmte Radrennen und Touren hervorgebracht, die selbst fast jeder Mensch kennt, der mit dem Radsport eigentlich nicht viel am Hut hat. Das wohl berühmteste Radrennen der Welt ist die Tour de France, die mit ihren zahlreichen Bergetappen als eines der prestigeträchtigsten und härtesten Radrennen der Welt gilt. Aber auch der Giro d’Italia oder einige klassische Eintagesrennen wie beispielsweise Paris—Roubaix oder Mailand—Sanremo sind vielen Nicht-Radler ein Begriff.

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