Fahrradfahren im Winter – Alternativen und Tipps für das Training bei jedem Wetter

Alternative im Winter: Spinning
Feuchtes Laub auf den Straßen? Kalte Außentemperaturen? Es wird langsam Winter und damit neigt sich auch diese Radfahrsaison dem Ende zu. Gegen fallende Temperaturen kann man sich noch mit der richtigen Funktionskleidung wappnen, aber gegen nasse oder überfrorene Fahrbahnen kommt man nicht an. So zieht sich auch der letzte Radler in den Innenbereich zurück, um sich hier auf die kommende Saison vorzubereiten. Manch einer tut es auch den Zugvögeln gleich und bewegt sich in wärmere Regionen, um die Radfahrsaison auf diese Weise selbstständig zu verlängern. Welche Optionen und Alternativen sind am effektivsten, wenn hierzulande nur noch die Eisblumen an den Fenstern blühen?

Vom Outdoor- zum Indoor-Radler

Wer nicht erst gegen Niederschlag und Kälte ankämpfen möchte oder dem Risiko, das glatte Straßen bergen, lieber aus dem Weg geht, zieht sich frühzeitig in die eigenen vier Wände oder das Fitnessstudio zurück und tritt hier in die Pedale. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann weiter radeln und ist geschützt vor ungemütlichen Witterungsverhältnissen. Die Nachteile? Indoor-Training auf einem Ergometer wird schnell langweilig. Das Radeln auf einem Fahrrad-Hometrainer oder einem Rollentrainer ist nämlich recht eintönig. Die Umgebung ist stets gleichbleibend und selten steht das sperrige Trainingsgerät in der gemütlichen Wohnstube, sondern meist eher im kargen Keller oder der zugestellten Garage. So mancher muss daher erst einmal den inneren Schweinehund überwinden, um auf das fixierte Fahrrad zu steigen.
Natürlich ist es nicht verboten etwas kreativ zu werden: Wer den Ergometer nicht ins warme Wohnzimmer stellen kann, sollte die Umgebung um den Hometrainer ansprechend gestalten. Etwas Musik oder auch die Lieblingsserie vom Notebook oder Smartphone abgespielt, lockert das Training gleich etwas auf. Ansonsten sind zum Beispiel Poster von einer Südseeinsel oder dem nächsten Bergziel für die kommende Saison eine gute Gestaltungsidee, um den Trainingsgeist aufrecht zu halten.
Im Fitnessstudio kann in der Gruppe trainiert werden und das treibt natürlich an. Empfehlenswert sind daher Spinning-Classes. Wer möchte, kann auch Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Training einladen. Mit vereinten Kräften ist der innere Schweinehund viel leichter zu schlagen.
Zum Saisonende darf die Trainingsintensität gerne etwas nachlassen. Drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche zu je eineinhalb bis zwei Stunden bringen einen fit durch die kalte Jahreszeit. Idealerweise wird das Radtraining um andere Sportarten zum Ausgleich ergänzt.

Trainieren wie ein Zugvogel: Ab in den Süden

So verlockend diese Trainingsoption auch sein mag, für die wenigsten ist ein Urlaub in wärmeren Regionen den ganzen Winter über machbar bzw. leistbar. Vorübergehend bietet sich aber ein zwei- bis dreiwöchiger Aufenthalt in einer südlichen Region mit gut ausgebautem Radwegenetz bzw. mit bekannten Radfahrstrecken an. Diese künstliche Verlängerung der Fahrradsaison verkürzt das Warten auf den Frühling. Zurück in der kalten Winterlandschaft gibt es noch genügend andere effektive Sportarten, die richtig Spaß machen und einen den Winter beinahe vergessen lassen.

Zum Ausgleich mal etwas anderes – Alternative Sportarten

Die meisten Ausgleichssportarten im Winter sind ebenfalls indoor auszuführen, glaubt man. Doch der Schein trügt. Wen es während der kalten Jahreszeit in die Natur zieht, kann sich auch an Wintersportarten versuchen.

Die Winterwunderlandschaft genießen

Neben Skilanglauf ist Snowboarden immer beliebter bei Radfahrern geworden. Beide Sportarten trainieren vor allem die Bein-, Gesäßmuskulatur und die Kondition, was vor allem für Radfahrer ein Plus ist, damit sie im Frühling nicht untrainiert aufs Rad steigen. Konditionsverlust über den Winter erhöht im Frühjahr die Gefahr von Verletzungen und ein Muskelkater ist quasi vorprogrammiert.
Wer etwas mehr von der weißen Winterwunderlandschaft mitbekommen möchte, packt sich gut ein und geht joggen oder auf ausgedehnte Wanderungen. Dieser Sport in der Natur ist Balsam für die Seele und für die von der Heizungsluft strapazierten Lungen und Haut. Jedoch fällt der Trainingseffekt meist eher gering aus. Diese Aktivitäten sollten durch weitere Sportarten ergänzt werden, damit auch andere Körperpartien trainiert werden.

Ganzheitliches Training: Von Karate bis Yoga

Sportarten wie Yoga, Pilates und auch Kampfsport von Karate, über Kickboxen, bis hin zu Taijiquan ermöglichen ein ganzheitliches Training, das alle Muskeln beansprucht. Damit ist man bestens für das kommende Frühjahr gewappnet. Anfänger sollten diese Sportarten zunächst unter professioneller Anleitung beginnen. Yoga, Pilates und Kickboxen werden in den meisten Fitnessstudios angeboten. Ansonsten gibt es eigene Yoga-Schulen, in denen mitunter auch Pilates-Kurse angeboten werden. Spezielle Kampfsportschulen bieten Kurse für Einsteiger an, die mal in Kung-Fu & Co hineinschnuppern wollen. Fortgeschrittene können auch allein bzw. zu Hause trainieren. Vor allem für Yoga gibt es attraktive Online-Kurs-Angebote für Fortgeschrittene. Auch auf Youtube findet man Videos mit ganzen Yoga-Classes.

Immer am Ball bleiben

Für viel Spaß bei gleichzeitigem Ganzkörpertrainingseffekt sorgen diverse Ballsportarten. Diese Trainingsoption bietet sich auch als winterliche Freizeitaktivität mit Freunden und Bekannten an. Überdachte Plätze für Tennis, Badminton, Squash und Hallenfußball kann man in größeren Fitnessstudios mieten.

Regelmäßig Bahnen ziehen

Notorische Einzelgänger mit großer Trainingsmotivation schlagen am besten den Weg ins Schwimmbad ein, um hier ihre Bahnen zu ziehen. Der Wasserwiderstand ermöglicht ein effektives Ganzkörpertraining. Keine Muskelpartie bleibt untrainiert und zudem wird die Kondition gesteigert. Und das Beste? Schwimmen ist sehr gelenkschonend und daher die ideale Ausgleichssportart zum Radfahren, was sonst vor allem die Kniegelenke sehr beansprucht.

Alternative Sportarten im Überblick:

– Schwimmen
– Joggen & Wandern
– Wintersport (Skilanglauf, Snowboarden, …)
– Yoga & Pilates
– Kampfsport (Taijiquan, Karate, Kickboxen, …)
– Ballsportarten (Badminton, Tennis, Squash, Hallenfußball, …)

Hauptsache Spaß am Training

All diese Alternativsportarten eignen sich sowohl für Mountainbike-Begeisterte, als auch für Rennrad-Enthusiasten. Egal, wofür man sich entscheidet, die gewählte Sportart sollte in erster Linie Spaß machen, dann wird man sich auch im Winter regelmäßig zu Trainingseinheiten aufraffen und startet fit in die neue Fahrradsaison.

 

Bildquelle: bigstock-ID-92546465-by- monkeybusinessimages

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