Die Karibischen Inseln mit dem Fahrrad erkunden

Die Karibik eignet sich hervorragend für einen Fahrradurlaub (Bildquelle: BigStock-ID: 64023823 by TravnikovStudio)

Lange weiße Sandstrände, tiefblaues Meer, eine üppige Vegetation und jederzeit angenehm warme Temperaturen: Die karibischen Inseln gelten als Traumziel für Reisende aus der ganzen Welt. Wer jedoch weniger Lust hat, seinen ganzen Urlaub über nur entspannt am Strand zu liegen, bereist die Karibik vielleicht auf eine ungewöhnlichere Art.

Eine Fahrradreise über die verschiedenen Karibikinseln ist ein ganz besonderes Erlebnis, das für alle Teilnehmer ein unvergesslich schönes Abenteuer wird.

Die Karibischen Inseln bieten Ideale Bedingungen für Radfahrer

Natürlich sollten Urlauber, die die zahlreichen karibischen Inseln mit dem Rad erkunden möchten, generell gern Fahrrad fahren und somit ein wenig trainiert sein. Denn selbstverständlich ist es für ungeübte Anfänger nicht leicht, fast die komplette Reise auf dem Fahrradsattel zu verbringen. Trotzdem sind die Bedingungen in der Karibik für das Radfahren geradezu ideal. Von grünen Dschungelwelten, über märchenhaft anmutende Mangrovenwälder und weiten, einsam wirkenden Landschaften, bis hin zu Serpentinen mit anspruchsvollen Steigungen ist die Landschaft insgesamt sehr abwechslungsreich. Somit ist für jeden Geschmack und jedes Trainingslevel das Passende dabei. Eine Radtour durch die Karibik ist ein tolles Abenteuer, auf dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Die schönsten Inseln der Karibik

Die gewählte Route hängt in erster Linie davon ab, wie viel Zeit für die Rundreise eingeplant ist. Die Karibik reicht von der Westküste Floridas bis zur Nordküste Südamerikas. Wie viele Inseln genau zur Karibik zählen, kann nicht eindeutig gesagt werden und kommt unter anderem auf die Definition an. In der Regel wird eine Anzahl von rund 70 Inseln genannt. Allerdings sind dabei die mehreren Tausend kleinen Felsinseln, Atolle und Korallenriffe, die aus dem azurblauen Meer herausragen, noch nicht mitgezählt. Eine Fahrradreise durch die Karibik könnte also mehrere Jahre dauern, ohne dass den Urlaubern langweilig wird. Realistischer ist es aber wohl, Prioritäten zu setzen, die schönsten Inseln auszuwählen und innerhalb von ein paar Wochen einige ausgesuchte Inseln zu bereisen.

Die Karibikinseln werden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Unter anderem wird zwischen den Großen und den Kleinen Antillen unterschieden.

Die Großen Antillen sind unter anderem:

  • Kuba
  • Hispaniola
  • Jamaika
  • Puerto Rico

Zu den Kleinen Antillen gehören:

  • Leeward Inseln
  • Windward Inseln
  • Aruba
  • Bonaire
  • Curaçao

In der Dominikanischen Republik den höchsten Berg befahren

Als beliebtes Reiseziel – auch für Radreisen – gilt die Dominikanische Republik. Dort können viele verschiedene Routen befahren werden. Je nach Kondition und persönlichen Ansprüchen kann von kürzeren Ausflügen bis zu mehrtägigen Touren jede Art von Radtour unternommen werden.

Wer mit dem Mountainbike unterwegs ist, sollte sich nicht die Berglandschaft im Inneren des Landes entgehen lassen. Während der Osten der Insel eher flach ist, befinden sich im Rest der Dominikanischen Republik vier große Gebirge. So liegt der höchste Berg in der Karibik in dem Gebirge „Cordillera Central“ im Zentrum der Insel. Der „Pico Duarte“ beeindruckt mit einer Höhe von 3.098 Metern. Neben hohen Gebirgslandschaften hat die Dominikanische Republik auch tropische Regenwälder, Savannen und fast schon surreal wirkende, weite Landschaften, die teilweise nur von Dornbüschen bewachsen sind, zu bieten.

Das exotische Kuba erleben

Eine Fahrradreise durch Cuba sollte auf jeden Fall Teil einer Radtour in der Karibik sein. Ein Strandtag auf Kuba ist ideal, um sich nach einer anstrengenden Tour eine kleine Pause zu gönnen. Auch die Hauptstadt Havanna an der Nordwestküste der Insel ist ein lohnendes Ziel. Nicht umsonst gilt die geschichtsträchtige Stadt als eine der schönsten der Welt. Von der Kolonialzeit geprägte Gebäude und eine zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Altstadt bringen den Charme der Karibik auf den Punkt. Viele bunte Farben, fröhliche Einheimische und immer wieder die leicht melancholische Erinnerung an schwere Zeiten, die von den Bewohnern jedoch oft sympathisch weggelacht wird, prägen das Bild Havannas, ebenso wie der ganzen Karibik.

Neben stimmungsvoller Musik, gutem Essen und Traumstränden finden Radtouristen auch Gefallen an der malerischen Hügellandschaft „Sierra Maestra“ und dem darin befindlichen „Pico Turquino“ – mit 1974 Metern der höchste Berg auf Kuba.

Entspannt radeln auf Curaçao

Curaçao, neben Aruba und Bonaire die dritte der sogenannten ABC-Inseln, ist eine vergleichsweise flache Insel. Als besonders sehenswert gilt die Hauptstadt Willemstad, die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, mit ihren zahlreichen pittoresken kleinen Häuschen. Der Christoffel-Nationalpark mit seinen vielen Mountainbike-Trails bietet sich hingegen für Radtouren an. Die üppige Vegetation mit farbenprächtigen Orchideen und anderen bunten Blumen ist neben den Grotten, in denen noch heute alte Indio-Zeichnungen zu sehen sind, eines der Highlights der Reise.

Am Triathlon auf Jamaika teilnehmen

Als klassische Karibikinsel gilt auch Jamaika. Ein entspanntes Lebensgefühl und eine traumhafte Naturkulisse machen die Insel zu einer der beliebtesten in der ganzen Karibik. Für Radfahrer werden immer wieder unterschiedliche Touren und Events angeboten. Wer sich nicht allein auf den Weg machen möchte, nimmt vielleicht an einer organisierten Radtour durch die Blue Mountains teil. Zusammen mit einem Touristenführer geht es erst mit dem Bus auf eine Höhe von etwa 1.000 Metern, bevor die Abfahrt ins Tal ansteht. Zwischendurch bekommen die Teilnehmer Informationen über die Insel und ihre Natur. Der „Jake’s Offroad Triathlon“, der jährlich im April stattfindet, ist ein sportlicher Höhepunkt, der immer wieder Besucher aus der ganzen Welt anlockt.

Wann ist die beste Reisezeit?

Für eine Reise in die Karibik ist normalerweise der Winter die beste Jahreszeit. Das Wetter ist dann besonders schön und gleichmäßig sonnig. Angenehm warme Temperaturen sind allerdings das ganze Jahr über garantiert. Im Sommer gibt es jedoch immer wieder Regentage, bei denen auch Dauerregen von mehreren Stunden keine Seltenheit ist. Außerdem ist im Sommer Hurrikansaison. Die Hurrikansaison geht offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November. Am häufigsten kommt es im Juni, September, Oktober und im November zu Hurrikans, die teilweise tatsächlich verheerende Auswirkungen haben können. Am stärksten trifft es meist den Südwesten und den Nordosten der Karibik. Im Süden und Südosten gibt es hingegen nur selten Hurrikans.

Mit Flugzeug oder Schiff reisen

Wenn eine Rundreise geplant ist, muss natürlich von Insel zu Insel gelangt werden. Am besten fliegen Radtouristen zunächst von Deutschland aus auf eine der größeren Ferieninseln und starten dort ihre Fahrradtour. Flüge werden regelmäßig angeboten und können normalerweise ohne umständliches Umsteigen und Zwischenaufenthalte gebucht werden. Um sich in der Karibik auf den unterschiedlichen Inseln zu bewegen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Ob mit dem Boot, einem Linienflugzeug oder mit einer kleinen Privatmaschine gereist wird, hängt unter anderem vom jeweiligen Reiseziel ab. Radtouristen sollten hier flexibel sein und sich jedes Mal aufs Neue erkundigen, welche Möglichkeit für sie am geeignetsten ist.

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