Der Paneuropa-Radweg

View of Vltava river with Charles bridge in Prague, Czech republic

Der Paneuropa-Radweg führt durch die Länder Frankreich, Deutschland und Tschechien. Man kann die Tour entweder in Tschechien oder Frankreich beginnen. Insgesamt ist der Weg 1570 Kilometer lang, also nichts für Fahrradmuffel. Davon sind 650 Kilometer in Frankreich, 660 Kilometer in Süddeutschland und weitere 230 Kilometer in Tschechien. Es gibt die offizielle Strecke erst seit dem Jahr 2008, sie gehört also eindeutig zu den jungen Radwegen rund um Deutschland. Der Verlauf führt aber über bereits bekannte Radwege, sie alle wurden im Prinzip zum Paneuropa-Radweg zusammengeschlossen.

Entlang der Wege findet man eine gute Infrastruktur und alles, was man auf einer Radtour braucht. Übernachtungsmöglichkeiten sind ebenfalls gegeben, eventuell informiert man sich vorab über Bed-and-Bike-Hotels, diese bieten meist abschließbare Räume für das Rad und ein ausgiebiges, kräftigendes Frühstück.
Die größten Städte auf dem Paneuropa-Radweg sind Paris, Strasbourg, Nürnberg und Prag.

Die Route verläuft zu einem großen Teil auf der Goldenen Straße, einer mittelalterlichen Handelsstraße die in früheren Zeiten eine große Bedeutung hatte.
Die Literatur für Radfahrer im Bezug auf den Paneuropa-Radweg hält sich bisher in Grenzen, daher ist bislang noch einiges an Eigenrecherche nötig, um den kompletten Paneuropa-Radweg zu befahren. Man findet aber auf der ganzen Strecke Hinweisschilder, die den richtigen Weg anzeigen, wobei diese laut einigen Erfahrungsberichten nicht immer ganz eindeutig sind. Da man sich ja im Ausland befindet, wenn man in Prag ankommt, sollte man sich am besten schon vorab über Rückreisemöglichkeiten informieren. Von Prag aus kann man das Rad zum Beispiel im Zug mit nach Deutschland nehmen, es sei denn, man möchte gern die Strecke nach Deutschland noch einmal zurückfahren.

Neben den schönen Landschaften hat der Paneuropa-Radweg sogar ernstzunehmende Ziele. Er soll Europa mehr miteinander vereinen, soll das Radfahren als ökologisches Mittel unterstützen und dazu beitragen, dass die Teilabschnitte des Paneuropa-Radwegs allesamt gepflegt werden. So hat nicht nur der Fahrradtourist, sondern auch gleich die Umwelt etwas davon. Vor allem in Tschechien wurden Abschnitte des Wegen komplett erneuert und instand gesetzt. Das gleiche gilt für einige Bereiche in Deutschland.

Es gibt auf dem Paneuropa-Radweg zahlreiche Highlights, für die es eigentlich einen ganzen Reiseführer bräuchte. Wer in Paris startet, der sollte sich die Stadt an sich auf keinen Fall entgehen lassen. Der Eiffelturm, das Louvre oder der Triumphbogen, Paris ist die „Stadt der Liebe“ und bietet einiges an Sehenswürdigkeiten. Die Grenzstadt Strasbourg ist ebenfalls wunderschön anzusehen und bietet Attraktionen wie „La petite France“, eine wundervolles Viertel ganz im mittelalterlichen Fachwerkstil oder die Eglise Seint-Thomas.

In Deutschland führt die Strecke des Paneuropa-Radwegs unter anderem durch Nürnberg und Heidelberg. Nürnberg im Frankental ist schon für viele Touristen ein sehenswertes Ziel gewesen. Die schöne historische Altstadt, der Justizpalast oder die St.-Lorenz-Kirche sind hier neben vielem anderen besondere Sehenswürdigkeiten. In Heidelberg lockt das Heidelberger Schloss, die alte Karl-Theodor-Brücke und natürlich der Königgstuhl, der umwerfende Panoramen bietet.

Ein letztes Highlight auf dem Paneuropa-Radweg bietet die Stadt Prag in Tschechien. Die Prager Altstadt an sich ist schon einen Besuch wert und beeindruckt mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten. Auch die Stadt Oper oder der Veitsdom sind tolle Punkte auf dem Paneuropa-Radweg

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