Der Oder-Neiße-Radweg

oder-neiße-radweg

Der Oder-Neiße-Radweg ist der östlichste Radweg in Deutschland. Er führt an der Grenze zu Polen entlang und erstreckt sich über 630 km. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Oder-Neiße-Radweg zu fahren. Entweder man beginnt im Norden, dort kann man in Ueckermünde oder in Usedom starten. Oder man beginnt die Strecke im Süden und startet in Tschechien.

Ueckermünde ist eine kleine Hafenstadt in Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 10.000 Einwohnern. Hier durchfährt man einen wunderschönen Naturraum mit nur 20 m Höhe erreichenden Erhebungen. Das macht den Oder-Neiße-Radweg in diesem Gebiet fahrradfreundlich, da fast nur flaches Terrain zu befahren ist. Weiter geht es auf dem Oder-Neiße-Radweg über 57 km nach Löcknitz, hier lässt sich nicht nur Geschichte bestaunen, sondern auch ein 20.000 Jahre altes Gebiet, das durch das Schmelzen der Eisgletscher geformt wurde.

Die nächste Etappe führt über 71 km nach Schwedt, hier kann man gemütlich eine wunderschöne Seenlandschaft erkunden und die Seele in diesem schönen Gebiet einfach baumeln lassen. Bereits im sechsten oder siebten Jahrhundert haben sich hier die ersten Slawen angesiedelt und ihre Spuren hinterlassen. Entlang der Hohenstaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße kann man Schiffe beobachten oder aber einen Abstecher nach Schwedt wagen. Hier gibt es einiges zu besichtigen, egal ob man Museen oder Galerien besichtigt, ein Besuch lohnt sich allemal.

Der Oder-Neiße-Radweg führt über drei Bundesländer und entlang zweier Flüsse, der Oder und der Neiße. Von Schwedt geht es in 84 km nach Küstrin, einer Kleinstadt im Westen Polens. Hier hat man die Möglichkeit, die Überbleibsel der einstigen Festung von Brandenburg, inspiriert vom italienischen Baustil, zu besuchen. Geblieben sind nur noch ein paar einzelne Trümer, dennoch zeugen sie von geschichtlichen Ereignissen. Das Schloss wurde von Kreuzrittern errichtet und 1758 leider durch einen großen Brand fast vollends vernichtet. Es erfolgte ein Wiederaufbau und 1814 wurde das Schloss in eine Kaserne umgewandelt.

Von dort geht es auf dem Ode-Neiße-Radweg Richtung Süden in das 92 km entfernte Guben. Hier sind die Spuren der deutschen Wiedervereinigung noch deutlich sichtbar, war doch auch diese Stadt zweigeteilt. Zahlreiche Friedhöfe und Parks laden zum Verweilen und sinnieren ein.

Richtung Süden geht es weiter ins 98 km entfernte Rothenburg, dem vorletzten Halt auf dem Oder-Neiße-Radweg.

Auf dem Oder-Neiße-Radweg lassen sich Natur und Kultur gekonnt verbinden. Direkt an den Flüssen entlang, durchquert man hier noch natürliche Kleinode, so zum Beispiel den Nationalpark „Unteres Odertal“. Entlang der kompletten Radstrecke bieten sich zahlreiche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Endlich am Ziel angekommen ist man, wenn man Jablonec in Tschechien erreicht hat. Der Oder-Neiße-Radweg kann auch nur in Etappen gefahren werden.

Kommentare sind geschlossen.

Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com