Das Fahrrad für den Fühling fit machen

Ispektion zum Saisonstart
Sobald der Frühling sich ankündigt, möchten die meisten Menschen ihr Fahrrad endlich wieder aus dem Keller holen. Fahrradfahren ist gesund, macht Spass und ist noch dazu umweltfreundlich – kein Wunder also, dass viele Menschen dieses Fortbewegungsmittel bevorzugt im Alltag nutzen. Dennoch ist es wichtig, sein Fahrrad zunächst vorzubereiten. Eine Inspektion im Hinblick auf Technik und Sicherheit ist unverzichtbar, um risikofrei mit dem Bike unterwegs zu sein.

Ein kurzer Test zu Beginn: Stellen Sie Ihr Fahrrad normal hin und heben Sie es anschliessend ein paar Zentimeter in die Höhe. Lassen Sie es dann auf die Räder fallen. Scheppert und wackelt etwas, sollten Sie das Rad genauer unter die Lupe nehmen, denn dann ist höchstwahrscheinlich die eine oder andere Schraube locker.

Inspektion vor dem Frühling – so machen Sie Ihr Bike fit

Es ist völlig normal, dass sich Kleinteile am Fahrrad mit der Zeit lockern. Schrauben und andere Dinge benötigen daher von Zeit zu Zeit einen Check und müssen natürlich bei Bedarf entsprechend festgezogen werden. Vor allem der Sattel, der Lenkervorbau und die Lenkerstange bedürfen einer genaueren Untersuchung. Nutzen Sie für etwaige Anpassungen einen Inbusschlüssel oder einen Schraubenschlüssel.

Ein sehr wichtiger Bestandteil des Fahrrads ist darüber hinaus eine einwandfrei funktionierende Lichtanlage. Radfahrer werden gerade in der Dämmerung und in der Dunkelheit oft kaum von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen – somit dient das Licht vor allem dem eigenen Schutz. Sollten sich keine Reflektoren an den Reifen befinden, ist es wichtig, dass Sie diese entsprechend ersetzen.
Auf diese Weise können andere Verkehrsteilnehmer Sie schon von Weitem erkennen.

Bei den Reifen sollte der Fokus zunächst auf dem Material selbst liegen: Haben sie Risse oder sind anderweitig porös? Dann kaufen Sie am besten direkt neue Fahrradschläuche. Dies ist im Übrigen auch dann zu empfehlen, wenn der Reifen nur noch ein geringfügiges Profil aufweist, denn dadurch erhöht sich das Unfallrisiko. Auch den Luftdruck müssen Sie prüfen, im besten Fall geschieht dies einmal pro Monat. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Luftdruck der richtige ist, werfen Sie einen Blick auf die Flanke. Danach pumpen Sie den Reifen zunächst bis zum Maximaldruck auf und lassen dann wieder, nach Gefühl, etwas Luft heraus. Wichtig: Es sollte sich nie weniger als der Minimaldruck im Reifen befinden.

Für den Fall, dass Sie sich für den Kauf neuer Reifen entscheiden, ist es anzuraten, sich für eine pannensichere Variante zu entscheiden. Auf diese Weise erhalten Sie Reifen, die nicht bei jeder kleinen Glasscherbe sofort platt werden.
Prüfen Sie ausserdem die Schutzbleche und den Gepäcktrager. Sind beide in der richtigen Position und korrekt montiert? Ziehen Sie, wenn nötig, die Schrauben fester an.

Der wohl wichtigste Sicherheitsaspekt für ein Fahrrad liegt bei den Bremsen. Sie dürfen bei keinem Check ausgelassen werden, denn eine Fahrradbremse kann im Ernstfall sogar das eigene Leben retten, falls jemand einem im Strassenverkehr die Vorfahrt nimmt.

Achten Sie darauf, dass das Rad genug Bremskraft bietet und die Beläge nicht zu stark abgenutzt sind. Meist lohnt sich der Austausch schon, sobald die Beläge schräg abgefahren sind. Auf vielen Produkten ist ausserdem eine Markierung vorhanden, die genau anzeigt, wann es Zeit für einen Wechsel ist. Verfügt Ihr Fahrrad über eine Seilzugbremse, so nehmen Sie das Drahtseilsystem genauer unter die Lupe und ziehen Sie dieses bei Bedarf fester nach, da es sich mit der Zeit für gewöhnlich etwas lockert.

Pedale, Kette und Gangschaltung – auch hier ist eine Inspektion wichtig

Ein Punkt, der bei einem Fahrrad-Check häufig missachtet wird, sind die Pedale. Wenn die Füsse beim Bremsen bereits wegrutschen, liegt es höchstwahrscheinlich an zu stark abgenutzten Pedalen. In diesem Fall ist es wichtig, einen Austausch vorzunehmen. Auch ein Knacken ist häufig zu vernehmen – dann kann es gut sein, dass das Lager, die Kurbeln oder auch die Tretlagerwelle nicht mehr einwandfrei funktionieren. Für eine Reparatur sollte man am besten eine Fahrradwerkstatt aufsuchen – wer jedoch handwerklich begabt ist, kann einen Austausch der Pedale auch selbst vornehmen.

Werfen Sie beim Check einen Blick auf die Fahrradkette. Sie sollte sauber und gut geschmiert sein, damit das Treten möglichst leicht und flüssig verläuft. Auch unangenehmes Quietschen wird somit verhindert. Reinigen Sie die Kette zunächst mit einer sauberen Bürste oder einem leicht angefeuchteten Lappen. Danach tragen Sie das Kettenöl gleichmässig auf. Sehr wichtig: Schalten Sie danach sämtliche Gänge einmal in Bewegung durch. So kann sich das Öl ideal auf alle Bereiche der Kette verteilen.
Sollte die Kette verstellt sein, funktioniert meistens der Gangwechsel nicht mehr so, wie er eigentlich sollte. Auch hier ist es anzuraten, sich an eine Fahrradwerkstatt zu wenden, welche die Kette wieder korrekt einstellt. Eine Reparatur in Eigenregie ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch relativ kompliziert, sofern man sich nicht sehr gut mit Fahrrädern auskennt.

Eine umfassende Reinigung ist der perfekte Start in den Frühling

Ganz egal, ob etwas am Fahrrad ausgetauscht oder repariert werden muss – der erste Schritt sollte immer eine Reinigung sein. Das ist nicht nur optisch ansprechender, sondern hilft auch dabei, die Lebensdauer eines Fahrrads zu verlängern. Verbleiben Schmutz und Streusalz für einen längeren Zeitraum auf dem Bike, kann dies schnell zu Rost und einem starken Verschleiss führen. Nutzen Sie deshalb für die Reinigung einen feuchten Lappen, den Sie bei Bedarf noch mit etwas Spülmittel anreichern. So entfernen Sie auch hartnäckigere Verschmutzungen. Keine gute Idee ist die Reinigung mit einem Dampfreiniger, denn dadurch kann es schnell passieren, dass wichtiges Öl an der Kette mit entfernt wird. Darüber hinaus kann das Wasser so auch in empfindliche Bereiche gelangen und Schaden anrichten.

Bildquelle: bigstock ID 87571433 by flint

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