Bußgeldkatalog für Fahrradfahrer

Auch für Fahrradfahrer gibt es einen Bußgeldkatalog.

Bekanntermaßen sind nicht nur die Fahrer motorisierter Fahrzeuge Teilnehmer am Straßenverkehr. Auch Radfahrer müssen sich an die Verkehrsregeln halten, da ihnen sonst die Auferlegung von Bußgeldern oder gar Punkte im Kraftfahr-Zentralregister in Flensburg droht. Einen umfassenden Überblick darüber, für welches Vergehen welches Bußgeld und welche sonstigen Strafen drohen, bietet die Internetseite bussgeld-info.de.

Der Bußgeldkatalog für Verkehrsteilnehmer

Grundsätzlich sind im Bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog für Verkehrsordnungswidrigkeiten (BT-KAT-OWi) sämtliche Ordnungswidrigkeiten verzeichnet, die im Straßenverkehr begangen werden können und die ein Bußgeld, Punkte in Flensburg oder gar ein Fahrverbot nach sich ziehen. Jedes Bußgeld, das im BT-KAT-OWi nicht explizit für Fahrradfahrer ausgewiesen ist, gilt für Autofahrer. Wird das Vergehen von einem Radfahrer begangen und liegt das Bußgeld laut BT-KAT-OWi über 35 Euro, so wird es für Fahrradfahrer halbiert.

Eine Ausnahme bildet das Fahren unter Alkohol, denn dieses zählt auf dem Fahrrad nicht als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Das bedeutet, dass ein alkoholisierter Radfahrer, der einen Fahrfehler begeht oder einen Unfall verursacht, mit einer Anklage und einer Gerichtsverhandlung zu rechnen hat. Gleiches gilt grundsätzlich bei einer Fahrt mit einem Alkoholspiegel über 1,6 Promille. Zudem muss ein Radfahrer mit einem solchen Alkoholanteil im Blut an einer medizinisch-psychologischen Untersuchung teilnehmen sowie damit rechnen, ein Radfahrverbot zu erhalten oder gar den Führerschein für Kraftfahrzeuge entzogen zu bekommen.

Spezielle Strafen für Fahrradfahrer

Manche Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr können naturgemäß nur von Fahrradfahrern begangen werden, wie beispielsweise das freihändige Fahren, das Nichtbenutzen eines beschilderten Radweges, wenn dieser vorhanden ist oder das das Befördern einer weiteren Person auf einem Fahrrad mit nur einem Sattel. Auch diese Vergehen sind im BT-KAT-OWi verzeichnet. Andere Ordnungswidrigkeiten, die nicht ausschließlich von Fahrradfahrern begangen werden können, haben separate Einträge im BT-KAT-OWi, wenn für Radfahrer ein anderes Bußgeld gilt als für Autofahrer. So kostet das Telefonieren mit einem Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung den Autofahrer 40 Euro, während der Radfahrer mit 25 Euro zur Kasse gebeten wird. Manche Bußgelder ergeben sich jeweils daraus, ob beim Vergehen andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet wurden oder ob es gar zu einem Unfall oder einer Sachbeschädigung gekommen ist. Fährt ein Fahrradfahrer etwa mit einer verschmutzen oder ganz ohne Beleuchtung, so zahlt er für das Vergehen selbst 20 Euro Bußgeld. Gefährdet er dabei andere Personen, so erhöht sich das Bußgeld auf 25 Euro, passiert ein Unfall, so beträgt das Bußgeld 35 Euro.

Zustellungsgebühren und Punkte in Flensburg

Beträgt das Bußgeld über 40 Euro, so kommen noch Gebühren und Zustellungskosten in Höhe von 28,50 Euro dazu. Ebenfalls erhält der bestrafte Verkehrsteilnehmer bei über 40 Euro Bußgeld einen Punkt im Kraftfahr-Zentralregister in Flensburg. Somit kann auch ein Radfahrer seinen Führerschein verlieren, wenn sich die dafür nötige Punktzahl angesammelt hat.

3 comments

  1. Aydan sagt:

    Von 6% auf 12% (2009) in 9 Jahren ist ziemlich gut. Und der Trend ist weteir positiv.Ganz subjektiv gesehen meine ich Jahr ffcr Jahr morgens mehr und mehr Radfahrer auf dem Weg zur Arbeit zu sehen Gestern frfch z.B. auf der Busspur Richtung Nollendorfplatz in Richtung West war ein Pulk von ca. 7 oder 8 Radlern, die an der Ampel standen. Das hab ich da noch nie so gesehen um die Uhrzeit.

  2. Martin sagt:

    Gut so! Viele Radfahrer fahren so, als wären sie allein im Verkehr..Aber das sollte häufiger kontrolliert werden

  3. Kathrin sagt:

    Am 1. Mai 2014 ändert sich ja der Bußgeldkatalog und das Punktesystem. Hat das auch Auswirkungen auf Fahrradfahrer?

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