BMX – vom Trendsport zum Klassiker

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BMX-Räder blicke auf eine längere Geschichte zurück, als so manch einer meinen mag. Schon in den 60er Jahren versuchten sich Jugendliche in Kalifornien mit ihren Bonanzarädern im Gelände und trugen Wettkämpfe gegeneinander aus. Überall auf der Welt werden so schon immer herkömmliche Fahrräder an die Grenzen ihrer mechanischen Belastbarkeit – und darüber hinaus – gebracht worden sein. Aber die als Stingray bekannt gewordenen Wettkämpfe in Kalifornien ließen den Wunsch nach einem mechanisch geeigneten Fahrrad entstehen. BMX war geboren.
BMX bedeutet Bicycle Moto Cross, und tatsächlich war der Sport zunächst der Versuch, es den motorisierten Kollegen gleichzutun. Auch in der Disziplin BMX Race geht es um Sprünge, Steilkurven – und um Geschwindigkeit. Bis in die 80er Jahre entstanden auch in Deutschland viele Strecken für BMX, die zum Teil bis heute existieren.

Gleichzeitig wurde das BMX-Rad zu einem beliebten Fahrrad unter Jugendlichen, ohne dass diese zunächst Wettkampfambitionen gehabt hätten. Aber schnell wurden die Möglichkeiten der stabilen und wendigen Fahrräder auch in der Stadt ausprobiert – ganz wie die die Boards der Skater.
Man erprobte sich an allem, was Fun versprach: Treppen, Podeste, Rampen. In den Disziplinen Park und Dirtjump ging es um natürliche Hindernisse wie Erdhügel. Dann begannen die Ersten, Choreographien zu entwickeln – BMX als Breakdance mit Fahrrad, so kann man Flatland umschreiben.
Wieder andere taten es den Skatern gleich und versuchten sich in Halfpipes und Bowls.

Die Räder für BMX sind meist mit 20-Zoll bereift und haben einen Gang. Der Sattel steht meist weit unten, so dass er bei den Tricks nicht stört.
Tricks, so nennt man die verschiedenen Figuren, die gefahren werden, etwa der Table Top, bei dem das Rad in der Luft auf die Seite gelegt wird.
Grinds heißen die Figuren, bei denen auch die sogenannten Pegs – Achsverlängerungen an Vorder- und Hinterrad, auf denen man stehen kann – eingesetzt werden.

Seit 2008 ist BMX olympische Disziplin. Die Mehrzahl der Fahrer sind nicht organisiert. Wettbewerbe gibt es trotzdem. Es gibt BMX-Europameisterschaften, die BMX-Masters. Während es beim Race auf die Geschwindigkeit ankommt, werden bei den Freestyle Contest von einer Jury die Tricks nach Schwierigkeit und Perfektion der Ausführung bewertet.
Für Einsteiger und Fortgeschrittene im BMX werden neben Kursen von verschiedenen Veranstaltern auch spezielle Urlaube in Form von BMX-Camps angeboten.

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