Anhänger & Kindersitz: Ausrüstung für Fahrradtouren mit Kindern

Das passende Fahrradzubehör für den Urlaub

Bei Fahrradtouren mit Kindern ist neben dem üblichen Zubehör zusätzlich eine Transportmöglichkeit für den Nachwuchs gefragt. Eltern können dabei zwischen Kindersitzen und Anhängern wählen. Doch welche Vor- und Nachteile bieten die Varianten?

Beförderung von Kindern: Das sagt das Gesetz

Die StVO beinhaltet bekanntlich auch Vorschriften zur Benutzung von Fahrrädern. Unter ihnen ist auch ein Paragraf, nämlich § 21 Absatz 3, der Näheres zur Beförderung von Kindern auf Fahrrädern vorgibt. Ihm können wir die folgenden Regeln entnehmen:

  1. Kinder dürfen bis zum vollendeten siebten Lebensjahr auf dem Fahrrad mitgenommen werden.
  2. Möglich ist die Mitnahme in Kindersitzen oder Anhängern.
  3. Nur mindestens 16 Jahre alte Personen dürfen Kinder befördern.
  4. Bei einem Kindersitz muss dafür gesorgt sein, dass die Füße des Kindes nicht in die Speichen geraten können.
  5. In einem Fahrradanhänger dürfen maximal zwei Kinder sitzen.
  6. Die Altersbeschränkung gilt nicht, wenn behinderte Kinder befördert werden.

Fahrradsitze: Das müssen Sie für den Kauf wissen

Geeignete Kindersitze für das Fahrrad erkennen Eltern daran, dass sie nach der DIN EN 14344 gefertigt und geprüft wurden. Dies trifft beispielsweise auf die Modelle der Hersteller Römer oder Polisport zu, wie die Produktbeschreibungen im Onlineshop von Otto verraten. Damit der Sitz mitwachsen kann, ist weiterhin darauf zu achten, dass Kopf- und Fußstützen sowie die Rückenlehne verstellbar sind. Prinzipiell können Eltern beim Kauf dabei zwischen zwei Varianten wählen: Bei vorne am Fahrrad montierbaren Modellen ist die Mitnahme von Kindern mit einem Gewicht von bis zu 15 Kilogramm gestattet, in hinten angebrachten Sitzen dürfen sogar Kinder bis zu 22 Kilogramm mitfahren.

Vorteile

  • Das Kind ist nah beim Fahrer.
  • Nach einer einmaligen Montage ist die Mitnahme des Kindes jederzeit spontan möglich.
  • Der Sitz benötigt keine zusätzliche Stellfläche.
  • Die Anschaffung ist vergleichsweise günstig.

Nachteile

  • Ein schnelles Ausweichen ist schwer, da sich der Schwerpunkt des Fahrrads verlagert.
  • Der Transport von weiterem Gepäck ist fast unmöglich.

Fahrradanhänger: Das müssen Sie für den Kauf wissen

Die höchste Sicherheit bieten nach der DIN EN 15918 geprüfte und konstruierte Modelle. Einen sicheren Anhänger erkennen Sie außerdem an Merkmalen wie einem stabilen Rahmen, Reflektoren und Beleuchtung, einer langen Sicherheitsfahne sowie einer guten Federung. Neben den Sicherheitsmerkmalen ist auch das Gewicht des Anhängers von Bedeutung, denn nicht jedes Fahrrad kann jeden Anhänger ziehen. Sehen Sie daher unbedingt in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrrads nach, wie schwer der Anhänger maximal sein darf!

Vorteile

  • In einigen Modellen dürfen gleich zwei Kinder mitfahren.
  • Auch für kleines Gepäck ist zumeist noch Platz
  • Andere Verkehrsteilnehmer sehen Sie schneller und halten zumeist einen größeren Sicherheitsabstand.
  • Das Fahrverhalten ist stabil.

Nachteile

  • Die Anschaffung ist recht kostspielig.
  • Es wird eine zusätzliche Stellfläche benötigt.

Lesetipp: Wer nach weiterführenden Informationen und nach Bewertungen einzelner Modelle sucht, dem empfehlen wir die Lektüre von Testberichten zu Kindersitzen und Fahrradanhängern.

© Thinkstock/Stockbyte

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